Hakim: Arabesques

Naji Hakim: Arabesques für Orgel. Schott Music ED 21155.

Naji Hakim schrieb seine Arabesques als ungebrochene Stilkopie im französischen Impressionismus. Beim Pflichtstück zum „Internationalen Musikwettbewerb der ARD 2011“ handelt es sich um effektvolle Musik, die gut umzusetzen ist.

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Der Komponist gibt im Vorwort einen Einblick in die Intention der Musik: „Gesang und der Tanz stehen im Mittelpunkt dieser Orgelsuite. Sie lebt von wechselseitigen Einflüssen aus Jazz und mediterraner Volksmusik. Die sechs Sätze – Prélude, Pastorale, Libanaise, Arabesque, Litanie, Rondeau – unterscheiden sich durch ihre melodischen Linien, kirchentonale Harmonik und unregelmäßige Metrik und sind in ihrem Ausdruck vom Affekt der Freude inspiriert.“ Außerdem zitiert Hakim François Hertel: „Es ist gut zu schreiben: Man schaut zu, wie die Hand dahinsaust und eigenartige Schnörkel niederschreibt; und dem Ausdruck der dahin fließenden Tinte und der notierten Zeichen geht der Gedanke voraus oder er begleitet sie.“ Insofern scheint die Musik aus Hakims improvisatorischer Hand direkt in die Noten geflossen zu sein.

Dominik Susteck